Exkursion November 2025 / Runkelina

Re: Exkursion November 2025 / Runkelina

von Andreas »

Bezüglich Vorkommen hebt Funga Nordica bei L. castoreus speziell Fichte hervor, wobei FOTE ausschließlich Laubholz vermutet. Unser Fund wuchs auf einem Fichtenstumpf. Beide Arten können dunkel rötlichbraun sein, haben stark amyloide Skeletthyhen. Sporen habe ich 3.6-3.8-4.2 x 1.2-1.4-1.5 gemessen, auch hier keine eindeutige Trennung in der Literatur. Ein Beitrag im DGfM-Forum weißt explizit auf die Schwierigkeiten hin
https://forum.dgfm-ev.de/thread/342-len ... erwirrung/
Jürgen Marqua nennt seinen Fund schließlich L. ursinus, ich würde mich dem jetzt anschließen v. a. wegen des scharfen Geschmackes der Lamellen und des deutlichen Geruchs, obwohl auf Fichte. Oder hat jemand bessere Argumente?
Wäre sehr froh um Kommentare ;)
lg
andreas

Re: Exkursion November 2025 / Runkelina

von Andreas »

Sorry, falsche Sporenmasse erwischt.
Richtig: [3.5-4.2] x [2.4-2.9] Q = [1.4-1.7] N = 20

Re: Exkursion November 2025 / Runkelina

von Uschi »

hallo Andreas,
ich habe ja auch zwei Hüte mit genommen und den Pilz als Lentinellus ursinus bestimmt.
Begründung:
sonst in Frage kämen nur Lentinellus castoreus (milde Art) und L. vulpinus (kleine Hüte)
Unser Pilz hat größeren H-Durchm. und stark amyloide Reaktion bei den Hyphen. Bei L. vulpinus sind die amyloiden Hyphen laut Ludwig Band 1, 37.6 nur in tieferen Schichten zu finden und kann nach außen komplett fehlen. Nachdem er offensichtlich das als einziger erwähnt, kann ich nicht beurteilen wie das zu werten ist.
Sporen konnte ich leider keine sehen.
Ich hatte eine Lamelle gekostet, war scharf und somit war für mich die Abgrenzung zu L. castoreus gegeben. Ich war vor ein paar Jahren bei einem ARGE-Seminar dabei, wo L. castoreus gefunden wurde. Zuerst von Gernot und Irmgard im Feld als L. ursinus bestimmt, wurde dies dann korrigiert v. a. weil der Pilz komplett mild war. Ich denke dass hier Nadel- oder Laubholz eine untergeordnete Rolle spielt. In der DB ist bei Lentinellus ursinus 6 x Nadelholz als Substrat angegeben und bei L. castoreus auch Nadel- und Laubholz.

die noch gezeigten Pyrenos sind sehr schön aufbereitet, danke!