Funde vom Rheinholz im Februar
Verfasst: Sa 21. Feb 2026, 19:19
Hallo zusammen,
besonders gerne verbinde ich in Gaißau eine persönliche Pilzexkursion durch das Rheinholz mit einem Spaziergang am See. Besonders dann, wenn das Wetter so schön ist, wie letztes Wochenende. Dieses Wochenende eignet sich dafür hervorragend zum Dokumentieren der Funde und dem Verfassen von Beiträgen in unserem Forum.
Auch bei den Funden im Rheinholz ist oft etwas Spannendes dabei. Für mich gab es bei dieser Tour gleich mehrere persönliche Erstfunde.
Büscheliges Braunhaarbecherchen, Merismodes fasciculata
Auf einem toten Laubholzast. Spannend ist dabei, dass es sich bei diesen Becherchen um Ständerpilze handelt und nicht - wie man vielleicht erwartet hätte - um Schlauchpilze. Zuerst dachte ich an das häufigere Rasige Braunhaarbecherchen, aber aufgrund der signifikant schmaleren Sporen kann ich meinen Fund gut von diesem abgrenzen.
Echter Eichen-Mehltaupilz, Erysiphe alphitoides
Auf Eichenblättern. Mein erster Fund eines Echten Mehltaupilzes. Spannend sind die Anhängsel, die in dieser Form für E. alphitoides arttypisch sein sollen.
Puccinia alnetorum
Auf Schilf. Nähere Details zur Bestimmung gibt es hier: viewtopic.php?t=127. Auch an dieser Stelle möchte ich auf das Pilzportrait von Hansjörg auf unserer Homepage (https://pilze-vorarlberg.at/pilz/puccinia-alnetorum/) verweisen, der Aecien dieses Pilzes an jungen Clematis-Ranken gefunden hat. Die unterschiedlichen Erscheinungsformen als Aecien oder - wie hier als - Telien auf unterschiedlichen Wirten finde ich bei den Rostpilzen schon sehr faszinierend.
Dunkler Birken-Septenpilz, Coryneum lanciforme
Auf einem toten Birkenstamm. Auch diese Art ist neu für mich. Zuerst dachte ich an das Birken-Eckenscheibchen (Diatrypella favacea), denn Sporen hatte ich im ersten Anlauf keine gefunden. Nach ein paar Tagen habe ich es noch einmal versucht und da hat es dann mit den Sporen auch geklappt. Diatrypella konnte ich dann ziemlich eindeutig ausschließen.
Zimtbraune Kohlenbeere, Hypoxylon howeanum
Auf totem Weidenast. Ist auch neu für mich. Auch hier führte die Bestimmung überwiegend über die Sporen, die bei dieser Art für die Gattung auffällig klein sind. Zudem sprechen die orangeroten Körnchen unter der Oberfläche und die orange KOH-Reaktion für diese Art.
Zapfen-Fleckenpilz, Phragmotrichum chailletii
Auf Fichtenzapfen. Ein alter Bekannter ist diese Art. Zwar macht der Zapfen-Fleckenpilz makroskopisch nicht viel her, aber die Sporen sind immer wieder schön anzusehen.
Da war doch wieder einiges an neue Arten dabei - zumindest für mich. Die Funde wurden mir von Irmgard auf Pilzfinder auch schon bestätigt.
Gruß,
Bernhard
besonders gerne verbinde ich in Gaißau eine persönliche Pilzexkursion durch das Rheinholz mit einem Spaziergang am See. Besonders dann, wenn das Wetter so schön ist, wie letztes Wochenende. Dieses Wochenende eignet sich dafür hervorragend zum Dokumentieren der Funde und dem Verfassen von Beiträgen in unserem Forum.
Auch bei den Funden im Rheinholz ist oft etwas Spannendes dabei. Für mich gab es bei dieser Tour gleich mehrere persönliche Erstfunde.
Büscheliges Braunhaarbecherchen, Merismodes fasciculata
Auf einem toten Laubholzast. Spannend ist dabei, dass es sich bei diesen Becherchen um Ständerpilze handelt und nicht - wie man vielleicht erwartet hätte - um Schlauchpilze. Zuerst dachte ich an das häufigere Rasige Braunhaarbecherchen, aber aufgrund der signifikant schmaleren Sporen kann ich meinen Fund gut von diesem abgrenzen.
Echter Eichen-Mehltaupilz, Erysiphe alphitoides
Auf Eichenblättern. Mein erster Fund eines Echten Mehltaupilzes. Spannend sind die Anhängsel, die in dieser Form für E. alphitoides arttypisch sein sollen.
Puccinia alnetorum
Auf Schilf. Nähere Details zur Bestimmung gibt es hier: viewtopic.php?t=127. Auch an dieser Stelle möchte ich auf das Pilzportrait von Hansjörg auf unserer Homepage (https://pilze-vorarlberg.at/pilz/puccinia-alnetorum/) verweisen, der Aecien dieses Pilzes an jungen Clematis-Ranken gefunden hat. Die unterschiedlichen Erscheinungsformen als Aecien oder - wie hier als - Telien auf unterschiedlichen Wirten finde ich bei den Rostpilzen schon sehr faszinierend.
Dunkler Birken-Septenpilz, Coryneum lanciforme
Auf einem toten Birkenstamm. Auch diese Art ist neu für mich. Zuerst dachte ich an das Birken-Eckenscheibchen (Diatrypella favacea), denn Sporen hatte ich im ersten Anlauf keine gefunden. Nach ein paar Tagen habe ich es noch einmal versucht und da hat es dann mit den Sporen auch geklappt. Diatrypella konnte ich dann ziemlich eindeutig ausschließen.
Zimtbraune Kohlenbeere, Hypoxylon howeanum
Auf totem Weidenast. Ist auch neu für mich. Auch hier führte die Bestimmung überwiegend über die Sporen, die bei dieser Art für die Gattung auffällig klein sind. Zudem sprechen die orangeroten Körnchen unter der Oberfläche und die orange KOH-Reaktion für diese Art.
Zapfen-Fleckenpilz, Phragmotrichum chailletii
Auf Fichtenzapfen. Ein alter Bekannter ist diese Art. Zwar macht der Zapfen-Fleckenpilz makroskopisch nicht viel her, aber die Sporen sind immer wieder schön anzusehen.
Da war doch wieder einiges an neue Arten dabei - zumindest für mich. Die Funde wurden mir von Irmgard auf Pilzfinder auch schon bestätigt.
Gruß,
Bernhard