Sclerococcum stygium
Verfasst: Di 24. Feb 2026, 20:00
Hallo zusammen,
man ist dann doch oft erstaunt, was man in den Dornbirner Achauen nicht alles so findet. So geht es mir gerade auch bei diesem Fund auf einem Holzstumpf im Auwald. Ich denke, dass es sich dabei vermutlich um das Schwarze Holzscheibchen (Rhizodiscina lignyota) handelt.
Kleine Becherchen in elegantem Schwarz hatte ich bisher noch nicht und ich finde, diese sehen schon irgendwie cool aus.
Im Querschnitt unter dem Mikroskop kann man sehr schön das Hymenium mit den Schläuchen erkennen.
Die Sporen sind dunkel gefärbt, einfach septiert und 18.4-22.7 x 4.8-5.7 um groß (Q = 3.4-4.3) und damit für R. lignyota eigentlich viel zu groß.
Die Ascusspitzen verfärben sich in Lugol kräftig blau.
Für die Bestimmung habe ich den Schlüssel von Yacharoen S. et al. (2015): Patellariaceae revisited verwendet. Mit den als Apothecien ausgebildeten Fruchtkörpern, den acht-sporigen Asci, den einfach septierten Sporen ohne Anhängsel lande ich bei 11) und der Frage, ob die Ascosporen < 15 um sind. Dann wäre es eine Rhizodiscina. Und sonst wäre es bei rötlich-braunen Apothecien eine Schrakia - kann man wohl ausschließen - und bei dunkelbraunen Apothecien eine Poetschia. Zu Poetschia finde ich aber nichts, was zu meinem Fund passen würde. Ich kann aber auch nicht ausschließen, dass ich hier etwas übersehe.
Die Sporengröße für R. lignyota ist in der Beschreibung mit 9–14 x 4–5 um angegeben. Obwohl mein Fund makroskopisch sehr gut zu dieser Art passen würde, bin ich mir daher nicht sicher, ob sich das mit der Sporengröße noch ausgeht. Daher wäre ich für Meinungen zu diesem Fall sehr dankbar.
Unterm Strich würde aber ein cooler Pilz schon gut zu einer coolen Stadt wie Dornbirn passen. Hier ist halt manches etwas größer als im Rest vom Land ;-).
Gruß,
Bernhard
man ist dann doch oft erstaunt, was man in den Dornbirner Achauen nicht alles so findet. So geht es mir gerade auch bei diesem Fund auf einem Holzstumpf im Auwald. Ich denke, dass es sich dabei vermutlich um das Schwarze Holzscheibchen (Rhizodiscina lignyota) handelt.
Kleine Becherchen in elegantem Schwarz hatte ich bisher noch nicht und ich finde, diese sehen schon irgendwie cool aus.
Im Querschnitt unter dem Mikroskop kann man sehr schön das Hymenium mit den Schläuchen erkennen.
Die Sporen sind dunkel gefärbt, einfach septiert und 18.4-22.7 x 4.8-5.7 um groß (Q = 3.4-4.3) und damit für R. lignyota eigentlich viel zu groß.
Die Ascusspitzen verfärben sich in Lugol kräftig blau.
Für die Bestimmung habe ich den Schlüssel von Yacharoen S. et al. (2015): Patellariaceae revisited verwendet. Mit den als Apothecien ausgebildeten Fruchtkörpern, den acht-sporigen Asci, den einfach septierten Sporen ohne Anhängsel lande ich bei 11) und der Frage, ob die Ascosporen < 15 um sind. Dann wäre es eine Rhizodiscina. Und sonst wäre es bei rötlich-braunen Apothecien eine Schrakia - kann man wohl ausschließen - und bei dunkelbraunen Apothecien eine Poetschia. Zu Poetschia finde ich aber nichts, was zu meinem Fund passen würde. Ich kann aber auch nicht ausschließen, dass ich hier etwas übersehe.
Die Sporengröße für R. lignyota ist in der Beschreibung mit 9–14 x 4–5 um angegeben. Obwohl mein Fund makroskopisch sehr gut zu dieser Art passen würde, bin ich mir daher nicht sicher, ob sich das mit der Sporengröße noch ausgeht. Daher wäre ich für Meinungen zu diesem Fall sehr dankbar.
Unterm Strich würde aber ein cooler Pilz schon gut zu einer coolen Stadt wie Dornbirn passen. Hier ist halt manches etwas größer als im Rest vom Land ;-).
Gruß,
Bernhard