Hallo zusammen,
letzten Samstag habe ich auf meiner Tour oberhalb von Rickatschwende einen besonderen Fund gemacht. Und es handelt sich dabei um keinen Pilz, sondern um eine Orchidee. Den Frauenschuh. Ich hatte diesen an ähnlicher Stelle schon vor zwei - oder sind es schon drei? - Jahren gefunden. Und es hat mich sehr gefreut, als ich diesen jetzt wieder entdecken konnte. Gerade in Zeiten der klimatischen Veränderung kann man sich ja nicht mehr sicher sein, dass es Pflanzen und Tiere, die es früher hier gab, heute auch immer noch gibt. Aber den Frauenschuh gibt es noch in Dornbirn.
Auch gefreut hat mich an diesem Tag der erste Fund eines Flockenstieligen Hexenröhrlings in diesem Jahr. Ein sehr schönes Exemplar noch dazu, das ich auch gleich mit nach Hause genommen habe. Der Frauenschuh blieb natürlich im Wald.
Am Samstag war bei sommerlichem Wetter Grillen bei uns angesagt. Und so gab es dann halt gegrilltes Schopfsteak auf Salatbett mit einer Soße vom Flockenstieligen Hexenröhrling. Und dazu ein Bier der lokalen Brauerei.
Wir wissen ja alle, dass der Flockenstielige Hexenröhrling roh giftig ist. Daher ist es wichtig, dass dieser ausreichend, d.h. mindestens 20 Minuten erhitzt wird, sodass das hitzelabile Gift abgebaut wird. Dann Rahm dazu, kurz einkochen lassen, salzen, pfeffern, fertig. Mehr braucht es nicht.
Es hat sehr gut geschmeckt!
Liebe Grüße,
Bernhard
Frauenschuh und Hexenröhrling
Frauenschuh und Hexenröhrling
Re: Frauenschuh und Hexenröhrling
danke für deinen Bericht!
Nachahmungen erwünscht!
LG Uschi
Nachahmungen erwünscht!
LG Uschi
Re: Frauenschuh und Hexenröhrling
Lieber Bernhard,
ich kann Deine Freude über den Frauenschuhfund durchaus teilen. Bei soviel Schönheit schlägt das Herz schon höher. Und wenn man dann noch den ausgeklügelten Bestäubungsmechanismus bestaunen darf dann doppelt.
Jahrelang durfte ich jährlich je 2x20 Schweizerinnen im Rahmen der Kräuterakademie zu den Feauenschuhen in der Galina in Frastanz führen, da klickten die Handy‘s ununterbrochen.
Zumal in diesem Wald noch zahlreiche weitere Orchideen das Erleben bereicherten (alle 3 Waldvöglein, Waldhyazinthe, Nestwurz, Geflecktes Knabenkraut, Großes Zweiblatt).
Die Natur ist schon ein unendlicher Augenschmaus, der in Deinem Fall auch noch durch den Magen gehen durfte! Toll!
Ich habe übrigens nach dem Erlebnis im Silbertal einige Rhytismataceae (Runzelschorfverwandte)
auf unsere Homepage gestellt:
Rhytisma salicinum
Rhytisma acerinum
Rhytisma andromedae,
Colpoma quercinum und
Lophodermium piceae.
Schon eine spannende Familie.
LG Günter
ich kann Deine Freude über den Frauenschuhfund durchaus teilen. Bei soviel Schönheit schlägt das Herz schon höher. Und wenn man dann noch den ausgeklügelten Bestäubungsmechanismus bestaunen darf dann doppelt.
Jahrelang durfte ich jährlich je 2x20 Schweizerinnen im Rahmen der Kräuterakademie zu den Feauenschuhen in der Galina in Frastanz führen, da klickten die Handy‘s ununterbrochen.
Zumal in diesem Wald noch zahlreiche weitere Orchideen das Erleben bereicherten (alle 3 Waldvöglein, Waldhyazinthe, Nestwurz, Geflecktes Knabenkraut, Großes Zweiblatt).
Die Natur ist schon ein unendlicher Augenschmaus, der in Deinem Fall auch noch durch den Magen gehen durfte! Toll!
Ich habe übrigens nach dem Erlebnis im Silbertal einige Rhytismataceae (Runzelschorfverwandte)
auf unsere Homepage gestellt:
Rhytisma salicinum
Rhytisma acerinum
Rhytisma andromedae,
Colpoma quercinum und
Lophodermium piceae.
Schon eine spannende Familie.
LG Günter