Hallo zusammen,
hier eine kurze Zusammenfassung meiner Funde von der gestrigen Exkursion. Meine Ausbeute war an diesem Tag nicht gerade überwältigend, dennoch war es mit der Bahnfahrt auf das Hochjoch und dem abschließenden Picknick für mich eine sehr schöne Veranstaltung.
Flockenstieliger Hexenröhrling, Neoboletus praestigiator
Auf Erde im Fichten-Tannen-Wald;
Riesen-Champignon, Agaricus augustus (var. albus)
Auf Erde im Fichten-Tannen-Wald; mit signifikantem Marzipangeruch;
In der Datenbank ist auch eine Varietät "albus" aufgelistet, die in Vorarlberg als solche bisher noch nicht kartiert wurde. Vielleicht könnte es sich bei diesem Expemplar um diese Varietät handeln, da die sonst typischen braunen Schuppen am Hut nicht erkennbar sind. Leider finde ich im Internet zu dieser Varietät keine konkreten Informationen.
Rotrandiger Baumschwamm, Fomitopsis pinicola
Auf Holzstumpf im Fichten-Tannen-Wald mit typischem Geruch, aber in einer eher untypischen Form;
Grünschneidiger Helmling, Mycena viridimarginata
Auf Holzstumpf im Fichten-Tannen-Wald; mit grünlichen Lamellenschneiden;
Teerflecken-Drüsling, Exidia pithya
Auf Nadelholzast im Fichten-Tannen-Wald;
Da ich den einen oder anderen Fund nur am Rande mitbekommen habe, bin ich bespannt, was sonst noch kommt.
Gruß,
Bernhard
Exkursion Juni 2025 / Hochjoch
Exkursion Juni 2025 / Hochjoch
Re: Exkursion Juni 2025 / Hochjoch
Hallo Bernhard,
ich glaube, der vermeintliche var. albus ist Agaricus fissuratus. Eigentlich eine Variante von Agaricus silvicola. Ob das eine eigenständige Art sein soll, weiß ich nicht, aber ich kann nachher mal in meiner Agaricus-Literatur blättern. Vielleicht gibt es darauf eine Antwort.
lg Björn
ich glaube, der vermeintliche var. albus ist Agaricus fissuratus. Eigentlich eine Variante von Agaricus silvicola. Ob das eine eigenständige Art sein soll, weiß ich nicht, aber ich kann nachher mal in meiner Agaricus-Literatur blättern. Vielleicht gibt es darauf eine Antwort.
lg Björn
Re: Exkursion Juni 2025 / Hochjoch
Hallo zusammen,
ich kann mich Bernhard nur anschließen. Es war ein sehr schöner Tag auf dem Hochjoch
mit einem sehr gemütlichem Picknick.
Grauhäutiger Scheidenstreifling - Amanita submembranacea
gräuliche Scheide, kein Stielring, geriefter Hutrand, im Nadelstreu
Großer Blut-Helmling - Mycena haematopus
bestimmt von Uschi
auf totem Nadelholz (Fichte), blutrote Milch bei Verletzung
Gewöhnliche Fadenkeulchen. - Stemonitis axifera
auf Baumstumpf (Nadelholz) Sporen: [7.4-7.9] x [7.1-7.7] Q = [1.0-1.0] N = 14
Könnte das eventuell Stemonitis axifera (Gewöhnliches Fadenkeulchen) sein?
Vielleicht kann mir das jemand bestäigen oder korrigieren.
Günter hat mir heute bestätigt, dass es sich wirklich um Stemonitis axifera handelt.
Liebe Grüße
Renate
ich kann mich Bernhard nur anschließen. Es war ein sehr schöner Tag auf dem Hochjoch
mit einem sehr gemütlichem Picknick.
Grauhäutiger Scheidenstreifling - Amanita submembranacea
gräuliche Scheide, kein Stielring, geriefter Hutrand, im Nadelstreu
Großer Blut-Helmling - Mycena haematopus
bestimmt von Uschi
auf totem Nadelholz (Fichte), blutrote Milch bei Verletzung
Gewöhnliche Fadenkeulchen. - Stemonitis axifera
auf Baumstumpf (Nadelholz) Sporen: [7.4-7.9] x [7.1-7.7] Q = [1.0-1.0] N = 14
Könnte das eventuell Stemonitis axifera (Gewöhnliches Fadenkeulchen) sein?
Vielleicht kann mir das jemand bestäigen oder korrigieren.
Günter hat mir heute bestätigt, dass es sich wirklich um Stemonitis axifera handelt.
Liebe Grüße
Renate
Zuletzt geändert von Renate Ammann am Mo 23. Jun 2025, 18:18, insgesamt 2-mal geändert.
Re: Exkursion Juni 2025 / Hochjoch
Bernhard: Riesen-Champignon, Agaricus augustus (var. albus)
Auf Erde im Fichten-Tannen-Wald; mit signifikantem Marzipangeruch;
In der Datenbank ist auch eine Varietät "albus" aufgelistet, die in Vorarlberg als solche bisher noch nicht kartiert wurde.
für mich hatte der Pilz eher einen Geruch nach Bittermandel - ist ja schon auch ein ähnlicher Geruch zu Anis; Standort passend, sehr kräftig im Habitus, die hellen Farben hatte ich der Trockenheit zugeschrieben. Deshalb war meine Vermutung Agaricus augustus ... Den von Björn angegebenen A. fissuratus kenne ich nicht, ist auch nicht in der DB. Wäre also etwas Besonderes. Björn meldet sich dazu ja nochmals.
Der Scheidenstreifling von Renate:
die Volva war sehr grau, deshalb wird es Amanita submembranacea sein, ist auch ganz typisch im montanen Fichtenwald. Werde ich als solche in die Fundliste nehmen.
Mycena haematopus
kommt grundsätzlich auf Laubholz vor, gerne an Buche. Laut Literatur ausnahmsweise auch auf Fichte.
LG Uschi
Auf Erde im Fichten-Tannen-Wald; mit signifikantem Marzipangeruch;
In der Datenbank ist auch eine Varietät "albus" aufgelistet, die in Vorarlberg als solche bisher noch nicht kartiert wurde.
für mich hatte der Pilz eher einen Geruch nach Bittermandel - ist ja schon auch ein ähnlicher Geruch zu Anis; Standort passend, sehr kräftig im Habitus, die hellen Farben hatte ich der Trockenheit zugeschrieben. Deshalb war meine Vermutung Agaricus augustus ... Den von Björn angegebenen A. fissuratus kenne ich nicht, ist auch nicht in der DB. Wäre also etwas Besonderes. Björn meldet sich dazu ja nochmals.
Der Scheidenstreifling von Renate:
die Volva war sehr grau, deshalb wird es Amanita submembranacea sein, ist auch ganz typisch im montanen Fichtenwald. Werde ich als solche in die Fundliste nehmen.
Mycena haematopus
kommt grundsätzlich auf Laubholz vor, gerne an Buche. Laut Literatur ausnahmsweise auch auf Fichte.
LG Uschi
Re: Exkursion Juni 2025 / Hochjoch
Hallo Uschi,
ich dachte, Bittermandel und Marzipan sei dasselbe, was den Geruch betrifft. Ich habe diesen Geruch auch deutlicher wahrgenommen als Anis. Auf die Varietät "albus" bin ich gekommen, weil diese in der Datenbank gelistet ist. Ich finde aber keine diesbezüglichen Bilder, sodass man das vergleichen könnte. Natürlich können die hellen Farben auch von der Trockenheit kommen.
Einen Sporenabwurf habe ich mehr aus Interesse noch gemacht. Ich messe [8.4-10.8] x [4.9-5.7] um mit einem Q-Wert von [1.7-2.0]. Das hilft uns aber bei dieser Unterscheidung wohl auch nicht sehr.
Gruß,
Bernhard
ich dachte, Bittermandel und Marzipan sei dasselbe, was den Geruch betrifft. Ich habe diesen Geruch auch deutlicher wahrgenommen als Anis. Auf die Varietät "albus" bin ich gekommen, weil diese in der Datenbank gelistet ist. Ich finde aber keine diesbezüglichen Bilder, sodass man das vergleichen könnte. Natürlich können die hellen Farben auch von der Trockenheit kommen.
Einen Sporenabwurf habe ich mehr aus Interesse noch gemacht. Ich messe [8.4-10.8] x [4.9-5.7] um mit einem Q-Wert von [1.7-2.0]. Das hilft uns aber bei dieser Unterscheidung wohl auch nicht sehr.
Gruß,
Bernhard
Re: Exkursion Juni 2025 / Hochjoch
Hallo zusammen,
obwohl meine Ausbeute am Samstag vom Hochjoch nicht sehr berauschend war, habe ich dann am Ende doch mehr Pilze mit nach Hause genommen, als gedacht. Das mitgenommene Dungstück - vermutlich von irgendeinem Wildtier - ist der Wahnsinn. Vier verschiedene Arten konnten ich schon ausmachen. Drei kann man in diesem Bild erkennen - Nummer 4 ist der Lasiobolus, den ich unter viewtopic.php?t=44 ausführlicher beschrieben habe.
Bei Nummer 1 handelt es sich um Pilobolus crystallinus. Die ellipsoiden Sporen sind 8.0-9.4 x 5.8-6.6 um groß und passen daher sehr gut.
Bei Nummer 2 (rechts im unteren Bild) bin ich schon ratlos. Keine Ahnung, wo ich hier beginnen soll. Seit heute morgen ist er auch schon ordentlich gewachsen.
Gestern habe ich ein Exemplar bereits unter dem Mikroskop untersucht. Sporen habe ich keine gefunden, aber dafür eine Menge Zystiden:
Bei Nummer 3 weiß ich auch nicht, wo ich anfangen soll. Unterm Mikroskop habe ich lediglich Paraphysen (?) beobachtet, aber noch keine Asci oder Sporen.
Bei beiden letzteren wäre ich für einen Tipp sehr dankbar. Nachdem diese schön weiter vor sich hin gedeihen, habe ich zwar mehrere Versuche, aber auch nicht unendlich viele, um den richtigen Zeitpunkt für die 'Ernte' zu erwischen.
Gruß,
Bernhard
obwohl meine Ausbeute am Samstag vom Hochjoch nicht sehr berauschend war, habe ich dann am Ende doch mehr Pilze mit nach Hause genommen, als gedacht. Das mitgenommene Dungstück - vermutlich von irgendeinem Wildtier - ist der Wahnsinn. Vier verschiedene Arten konnten ich schon ausmachen. Drei kann man in diesem Bild erkennen - Nummer 4 ist der Lasiobolus, den ich unter viewtopic.php?t=44 ausführlicher beschrieben habe.
Bei Nummer 1 handelt es sich um Pilobolus crystallinus. Die ellipsoiden Sporen sind 8.0-9.4 x 5.8-6.6 um groß und passen daher sehr gut.
Bei Nummer 2 (rechts im unteren Bild) bin ich schon ratlos. Keine Ahnung, wo ich hier beginnen soll. Seit heute morgen ist er auch schon ordentlich gewachsen.
Gestern habe ich ein Exemplar bereits unter dem Mikroskop untersucht. Sporen habe ich keine gefunden, aber dafür eine Menge Zystiden:
Bei Nummer 3 weiß ich auch nicht, wo ich anfangen soll. Unterm Mikroskop habe ich lediglich Paraphysen (?) beobachtet, aber noch keine Asci oder Sporen.
Bei beiden letzteren wäre ich für einen Tipp sehr dankbar. Nachdem diese schön weiter vor sich hin gedeihen, habe ich zwar mehrere Versuche, aber auch nicht unendlich viele, um den richtigen Zeitpunkt für die 'Ernte' zu erwischen.
Gruß,
Bernhard
Re: Exkursion Juni 2025 / Hochjoch
hallo miteinander,
ich habe noch wenig Bestimmungen:
Inocybe dulcamara (Olivgelber Risspilz), von Renate gefunden. Den vermutete ich schon im Feld, nur ist mir dort der Name nicht eingefallen, kann ich bestätigen
die Becherlorcheln sind leider noch nicht reif. Ich vermute stark, dass es sich vom Standort im reinen Fichtenwald, den ganzen makroskopischen Merkmalen etc. um Dissingia confusa (Frühe Fichten-Becher-Lorchel) handelt. Ich werde diese mit cf. in die Fundliste nehmen.
Die großen hellen von Renate gefundenen Helmlinge sind Mycena galericulata (Rosablättriger Helmling)
Weiteres ist in Arbeit.
LG Uschi
ich habe noch wenig Bestimmungen:
Inocybe dulcamara (Olivgelber Risspilz), von Renate gefunden. Den vermutete ich schon im Feld, nur ist mir dort der Name nicht eingefallen, kann ich bestätigen
die Becherlorcheln sind leider noch nicht reif. Ich vermute stark, dass es sich vom Standort im reinen Fichtenwald, den ganzen makroskopischen Merkmalen etc. um Dissingia confusa (Frühe Fichten-Becher-Lorchel) handelt. Ich werde diese mit cf. in die Fundliste nehmen.
Die großen hellen von Renate gefundenen Helmlinge sind Mycena galericulata (Rosablättriger Helmling)
Weiteres ist in Arbeit.
LG Uschi
Re: Exkursion Juni 2025 / Hochjoch
Hallo,
hab jetzt auch endlich einmal was zusammen:
1. Diplonaevia emergens - Hervorbrechender Fleckenbecherling
Einen kleinen sitzenden Becherling auf abgestorbenen Stengeln der Flatter-Binse in der Feuchtstelle unterhalb unseres Jausenplatzes hat Günter gefunden.
Der Apikalapparat färbt mit Lugol blau, die Sporen sind tw. mit einer Septe, ich habe 12.6-14.0-15.3 x 1.6-2.1-2.5 n=21 gemessen.
Die Paraphysen mit vielen kleinen Bläschen.
Ich denke, das ist Diplonaevia emergens - Hervorbrechender Fleckenbecherling, eigentlich nur aufgrund von Vergleichen aus dem Internet und dem Substrat Juncus.
Hein https://www.zobodat.at/pdf/Sydowia_36_0078-0104.pdf gibt Sporenmasse von 11-16x1,5-2 an, was recht gut passt.
Im Ascofrance-Forum finde ich allerdings abweichende Messungen von Lothar Krieglsteiner und auch Enrique Rubio Dominguez hat größere Sporen gefunden.
2. Melanconis alni
Auf einem abgestorbenen Ast einer Grünerle - Alnus alnobetula hat Uschi diesen auffälligen Kernpilz gefunden.
Die Sporen sind zweizellig (13.5-14.6-15.3 x 4.5-5.2-5.8), haben viele Tropfen und Anhängsel an den Enden.
In Björns Handbook of Ascomycota Vol.Ia No.0327 bin ich gleich fündig geworden ;)
Dann habe ich noch eine ausführliche Abhandlung über die Gattung Melanconis von Jaklitsch & Voglmayr (2020) ausfindig gemacht, worin auch die Anamorphe dargestellt wird, die auch auf demselben Ast zu finden waren.
3. Nodulosphaeria cirsii
Auf alten Distel-Cirsium Stengeln sind mir diese auffälligen Kugeln mit Zitzen ins Auge gesprungen ;)
Im Mikroskop dann die fadenförmigen Sporen mit der verdickten Zelle irgendwo in der Mitte der vielzelligen Spore.
Von "Schlangenwerfern" hatte Uschi am Kristberg erzählt.
Wieder einmal mehr war Björns Handbook of Ascomycota Vol.Ib No.0686 ein Volltreffer, obwohl ich vorher auf Pseudoophiobolus erythrosporus fixiert war. Der Beitrag im pilzform.eu hat mich dann umgestimmt v.a. wegen der stark behaarten Ostiolen (die leider auf meinen miserablen Fotos nicht erkennbar sind...) und der "Spazierstock-Krümmung" der Sporen, wenn sie aus den Schläuchen rauskommen. https://www.pilzforum.eu/board/thread/1 ... genwerfer/
4. Capitotricha bicolor
Fast eingetrocknet auf einem Grünerlenzweig hab ich noch folgendes festhalten können:
Sporen [9.9-11.4] x [2.5-3.1] Q = [3.2-4.3] N = 13 sind deutlich breiter als in Fungi of temperate europe (8.3-12.2x2.1-2.4) angegeben.
Asci färben mit Lugol blau an der Spitze
Die Haare sind dickwandig, mehrfach septiert und rauh. Die besagten Kristalle habe ich allerdings nicht finden können
Hatte anfangs auf Lachnellula sp. getippt, dann aber erfahren, dass diese Becherchen nur auf Nadelholz wachsen.
Ganz überzeugt bin allerdings immer noch nicht...
5. Genausowenig restlos überzeugt bin ich von Leptosphaeria acuta ebenfalls aufgrund der kleinen Sporen
Auf Brennessel - Urtica dioica eigentlich unverwechselbar, aber die Sporen halt viel zu klein und keine mit mehr als 7 Septen gefunden, meist nur 5.
Eventuell zu jung ausgetrocknet?
Jedenfalls wäre ich sehr dankbar für jegliche Richtigstellung und Eure Kommentare!
Vielen Dank im Voraus!
lg
andreas
hab jetzt auch endlich einmal was zusammen:
1. Diplonaevia emergens - Hervorbrechender Fleckenbecherling
Einen kleinen sitzenden Becherling auf abgestorbenen Stengeln der Flatter-Binse in der Feuchtstelle unterhalb unseres Jausenplatzes hat Günter gefunden.
Der Apikalapparat färbt mit Lugol blau, die Sporen sind tw. mit einer Septe, ich habe 12.6-14.0-15.3 x 1.6-2.1-2.5 n=21 gemessen.
Die Paraphysen mit vielen kleinen Bläschen.
Ich denke, das ist Diplonaevia emergens - Hervorbrechender Fleckenbecherling, eigentlich nur aufgrund von Vergleichen aus dem Internet und dem Substrat Juncus.
Hein https://www.zobodat.at/pdf/Sydowia_36_0078-0104.pdf gibt Sporenmasse von 11-16x1,5-2 an, was recht gut passt.
Im Ascofrance-Forum finde ich allerdings abweichende Messungen von Lothar Krieglsteiner und auch Enrique Rubio Dominguez hat größere Sporen gefunden.
2. Melanconis alni
Auf einem abgestorbenen Ast einer Grünerle - Alnus alnobetula hat Uschi diesen auffälligen Kernpilz gefunden.
Die Sporen sind zweizellig (13.5-14.6-15.3 x 4.5-5.2-5.8), haben viele Tropfen und Anhängsel an den Enden.
In Björns Handbook of Ascomycota Vol.Ia No.0327 bin ich gleich fündig geworden ;)
Dann habe ich noch eine ausführliche Abhandlung über die Gattung Melanconis von Jaklitsch & Voglmayr (2020) ausfindig gemacht, worin auch die Anamorphe dargestellt wird, die auch auf demselben Ast zu finden waren.
3. Nodulosphaeria cirsii
Auf alten Distel-Cirsium Stengeln sind mir diese auffälligen Kugeln mit Zitzen ins Auge gesprungen ;)
Im Mikroskop dann die fadenförmigen Sporen mit der verdickten Zelle irgendwo in der Mitte der vielzelligen Spore.
Von "Schlangenwerfern" hatte Uschi am Kristberg erzählt.
Wieder einmal mehr war Björns Handbook of Ascomycota Vol.Ib No.0686 ein Volltreffer, obwohl ich vorher auf Pseudoophiobolus erythrosporus fixiert war. Der Beitrag im pilzform.eu hat mich dann umgestimmt v.a. wegen der stark behaarten Ostiolen (die leider auf meinen miserablen Fotos nicht erkennbar sind...) und der "Spazierstock-Krümmung" der Sporen, wenn sie aus den Schläuchen rauskommen. https://www.pilzforum.eu/board/thread/1 ... genwerfer/
4. Capitotricha bicolor
Fast eingetrocknet auf einem Grünerlenzweig hab ich noch folgendes festhalten können:
Sporen [9.9-11.4] x [2.5-3.1] Q = [3.2-4.3] N = 13 sind deutlich breiter als in Fungi of temperate europe (8.3-12.2x2.1-2.4) angegeben.
Asci färben mit Lugol blau an der Spitze
Die Haare sind dickwandig, mehrfach septiert und rauh. Die besagten Kristalle habe ich allerdings nicht finden können
Hatte anfangs auf Lachnellula sp. getippt, dann aber erfahren, dass diese Becherchen nur auf Nadelholz wachsen.
Ganz überzeugt bin allerdings immer noch nicht...
5. Genausowenig restlos überzeugt bin ich von Leptosphaeria acuta ebenfalls aufgrund der kleinen Sporen
Auf Brennessel - Urtica dioica eigentlich unverwechselbar, aber die Sporen halt viel zu klein und keine mit mehr als 7 Septen gefunden, meist nur 5.
Eventuell zu jung ausgetrocknet?
Jedenfalls wäre ich sehr dankbar für jegliche Richtigstellung und Eure Kommentare!
Vielen Dank im Voraus!
lg
andreas
Re: Exkursion Juni 2025 / Hochjoch
hallo Andreas,
Capitotricha bicolor - auf Alnus alnobetula kommt eigentlich gar nichts anderes in Frage.
auf Urtica gibt es mehrere Kernpilze. Auf Funga Austria https://funga-austria.at/viewtopic.php? ... tica#p2023 findest du einen
"Hilfs-Schlüssel zu Pleosporales auf Urtica-Stängeln" von Irmgard ins deutsche übersetzt. Vielleicht hilft dir das weiter.
LG Uschi
Capitotricha bicolor - auf Alnus alnobetula kommt eigentlich gar nichts anderes in Frage.
auf Urtica gibt es mehrere Kernpilze. Auf Funga Austria https://funga-austria.at/viewtopic.php? ... tica#p2023 findest du einen
"Hilfs-Schlüssel zu Pleosporales auf Urtica-Stängeln" von Irmgard ins deutsche übersetzt. Vielleicht hilft dir das weiter.
LG Uschi
Coprinellus hepthemerus
Borstiger Mist-Samttintling, Coprinellus hepthemerus
Auf Dung.
Details zur Bestimmung sind hier: viewtopic.php?p=179
Gruß,
Bernhard
Auf Dung.
Details zur Bestimmung sind hier: viewtopic.php?p=179
Gruß,
Bernhard