Pilzfunde aus Göfis

Pilzfunde aus Göfis

von Uschi »

hallo zusammen,

jetzt stelle ich auch einmal ein paar Funde ins Forum, war heute eine kurze Runde in Göfis unterwegs. Noch gibt es nicht viel, aber ein sehr interessanter Fund ist dabei - ein Filzröhrling, den ich vorhin grad ins Funga Austria Forum gestellt hatte. Ich kann den nicht zuordnen und hoffe dort auf Unterstützung. Falls e ein Ergebnis dazu gibt, informiere ich euch gerne.
Xerocomus (2).JPG
Xerocomus (3).JPG
Xerocomus MikrMaße.jpg
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Singerocybe phaeophthalama - Ranziger Trichterling
der ist eigentlich schon im Feld wegen dem Geruch anzusprechen, kommt nie einzeln, Habitus trichterförmig, fettig anzufühlen. Wenn man sicher gehen möchte - in der HDS sind aufgeblasene Zellen zu finden.
Singerocybe phaeophthalma (3).JPG
Singerocybe phaeophthalma mikr (2).JPG

Gymnopus dryophilus - Waldfreund-Rübling
hier war ich mir nicht so sicher ob es doch eine andere Gymnopus-Art ist. Die kleinen Sporen haben jedoch eindeutig G. dryophilus ergeben. Alle anderen ähnlich aussehenden Rüblinge haben größere Sporen oder sind "Stinker".
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Gymnopus_MikrMaße.jpg

zum Abschluss noch Coltricia perennis - Dauerporling und Ganoderma spec. - Lackporling (noch im Jugend-Stadium)
Coltricia perennis (2).JPG
Ganoderma (5).JPG
Ganoderma (4).JPG

LG Uschi

Re: Pilzfunde aus Göfis

von Uschi »

vielleicht doch noch zum Filzröhrling eine kurze Beschreibung:
Hut: 3,7 cm Durchm., fein filzig, richtig schön einheitlich gelb; Unterseite: Röhrenmündungen leicht bräunlich, Röhren gelb, sehr eng, leicht eckig
Stiel: 6,5 x 1,3 cm, Basis zugespitzt, obere Hälfte leicht netzig-aderig, bräunlich auslaufend in fast glatt – max. feine bräunliche Schüppchen (Lupe)
Fleisch: in Hut und St. leicht bräunend, nirgends blauend oder anders färbend
Geruch: kaum vorhanden, max. leicht pilzig
Standort: reiner Nadelwald (Picea abies und Abies alba)

LG Uschi

Re: Pilzfunde aus Göfis

von Uschi »

zu Xerocomus - Filzröhrling: im Forum "Funga Austria" hat mir Wolfgang Klofac wie folgt geantwortet:
bei deinem Fund würde ich auf einen atypischen Xerocomus ferrugineus, und zwar auf die Form variecolor kommen.
Atypisch ist die rel. gelbe Hutfarbe (aber solche Farbvarianten, die oft witterungsmäßig zu begründen sind- siehe X.flavus, X.citrinovirens , luteolus usw. haben sich mol.gen. als unhaltbar erwiesen). Die Sporenangaben in unserem Schlüssel sind die absoluten Maximalwerte.
Fur gen.Taxon sprechen das weiße Fleisch, auffallend wässrig marmoriert, die rel. kleineren Sporen als bei der Leitart, der rillig-grubige Stiel, und der Sporenquotient. Die weiß bekleidete Stielbasis paßt ebenso- nur erstreckt sich diese Farbe oft auch auf das unmittelbar anschließende Basismyzel-aber ab 1cm Tiefe ist dieses dann satt gelb-aber meist wird nicht so tief ausgegraben!

Da wäre ich selber nie drauf gekommen!
LG Uschi
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