Wanderung Feuerstätterkopf
Verfasst: Sa 30. Mai 2026, 17:56
Hallo zusammen,
gemeinsam mit Andreas habe ich am Pfingstmontag (26.05.2026) eine Wanderung auf den Feuerstätterkopf unternommen. Beim Abstieg haben wir uns die Zeit genommen, die Gegend nach Pilzen abzusuchen.
Stenocybe major
Diese kleinen stecknadelartigen Frucktkörper auf der Rinde der Weißtanne kenne ich schon von der Exkursion in Schetteregg im letzten Jahr. Hier ist die Bestimmung aufgrund der großen, dreifach-septierten Sporen und dem Substrat einfach. In unserer Mykologischen Datenbank sind nun erst 11 Funde dokumentiert, zwei davon aus Vorarlberg. Dennoch denke ich, dass dieser Pilz eigentlich recht häufig sein sollte, denn oft schaue ich mir Tannenäste nicht an und habe ihn dennoch schon zwei Mal darauf entdeckt.
Lophium mytilinum
Dies ist für mich ein Erstfund. Ebenfalls auf dem Tannenast entdeckt. Der muschelförmige Fruchtkörper und die fadenförmigen Sporen sprechen für die Gattung Lophium. Aufgrund der parallelen Anordnung der Sporen im Ascus, denke ich, dass es sich um L. mytilimum handelt. Bestätigung steht noch aus.
Lasiobolus cuniculi
Erst heute habe ich diesen Fruchtkörper eines coprophilen Pilzes auf einem Dungstück entdeckt. Die Seten sind im Mittel 170 um lang; die Asci 120 x 30 um groß und biseriat. Bei den Sporen messe ich 18.7-23.8 x 13.2-16.2 um mit einem Q-Wert von 1.4-1.5. Auf eine Bestätigung warte ich noch, aber ich denke, das sollte passen.
Botrytis sp.
Auf Krautstängel, evtl. ein Wintersteher vom Weißen Germer (Veratrum album) - von Andreas bestimmt, auf der Alpweide. Die Untersuchung der Flecken unter dem Mikroskop hat zuerst nichts ergeben und somit ist der Stängel mit den anderen befeuchtet in der Box gelandet. Überrascht war ich am nächsten Tag, als ich auf den Flecken diese spannenden Gewächse entdeck habe. Vermutlich wird hier keine Bestimmung auf Artebene möglich sein, aber interessant anzuschauen ist der Grauschimmel allemal.
Gruß,
Bernhard
gemeinsam mit Andreas habe ich am Pfingstmontag (26.05.2026) eine Wanderung auf den Feuerstätterkopf unternommen. Beim Abstieg haben wir uns die Zeit genommen, die Gegend nach Pilzen abzusuchen.
Stenocybe major
Diese kleinen stecknadelartigen Frucktkörper auf der Rinde der Weißtanne kenne ich schon von der Exkursion in Schetteregg im letzten Jahr. Hier ist die Bestimmung aufgrund der großen, dreifach-septierten Sporen und dem Substrat einfach. In unserer Mykologischen Datenbank sind nun erst 11 Funde dokumentiert, zwei davon aus Vorarlberg. Dennoch denke ich, dass dieser Pilz eigentlich recht häufig sein sollte, denn oft schaue ich mir Tannenäste nicht an und habe ihn dennoch schon zwei Mal darauf entdeckt.
Lophium mytilinum
Dies ist für mich ein Erstfund. Ebenfalls auf dem Tannenast entdeckt. Der muschelförmige Fruchtkörper und die fadenförmigen Sporen sprechen für die Gattung Lophium. Aufgrund der parallelen Anordnung der Sporen im Ascus, denke ich, dass es sich um L. mytilimum handelt. Bestätigung steht noch aus.
Lasiobolus cuniculi
Erst heute habe ich diesen Fruchtkörper eines coprophilen Pilzes auf einem Dungstück entdeckt. Die Seten sind im Mittel 170 um lang; die Asci 120 x 30 um groß und biseriat. Bei den Sporen messe ich 18.7-23.8 x 13.2-16.2 um mit einem Q-Wert von 1.4-1.5. Auf eine Bestätigung warte ich noch, aber ich denke, das sollte passen.
Botrytis sp.
Auf Krautstängel, evtl. ein Wintersteher vom Weißen Germer (Veratrum album) - von Andreas bestimmt, auf der Alpweide. Die Untersuchung der Flecken unter dem Mikroskop hat zuerst nichts ergeben und somit ist der Stängel mit den anderen befeuchtet in der Box gelandet. Überrascht war ich am nächsten Tag, als ich auf den Flecken diese spannenden Gewächse entdeck habe. Vermutlich wird hier keine Bestimmung auf Artebene möglich sein, aber interessant anzuschauen ist der Grauschimmel allemal.
Gruß,
Bernhard