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Leptospora rubella? > Pseudoophiobolus mathieui
Verfasst: So 13. Jul 2025, 18:38
von Bernhard
Auf einem alten Stiel von einem großen Doldenblütler (evt. Bärenklau) habe ich folgende kleinen kugelförmigen Fruchtkörper mit einer kaminförmigen Ostiole entdeckt.
Auffallend sind die sehr langen Sporen von ca. 130-180 x 2 um. Eine Septierung kann ich nicht beobachten.
Hier noch die Asci in Lugol:
Eine typische Rotverfärbung auf dem Substrat habe ich nicht beobachtet. Laut Breitenbach/Kränzlin kommt diese nur gelegentlich vor. Ebendort wird auch auf die ähnliche Art Leptosphaeria doliolum verwiesen, welche jedoch ganz andere Sporen zu meinem Fund aufweist.
Für einen Tipp hierzu wäre ich dankbar.
Gruß,
Bernhard
Re: Leptospora rubella?
Verfasst: Mo 14. Jul 2025, 08:26
von Andreas
Hallo Bernhard,
ich kenn die Art nicht, aber es sollten schon Septen vorhanden sein.
Björn listet den Pilz mit >20 Septen.
Allerdings hab ich gestern auf der englischen Seite fungi.myspecies.info gelesen, dass diese sehr undeutlich ausgebildet sind. Die Sporen Maße würden gut passen. Leider finde ich das grad nicht am Handy...
Würde dann also schon dafür sprechen.
Ich kenn dann noch die Ophiobolus Verwandtschaft, die ähnlich lange und dünne Sporen hat, aber mit einer verdickten Zelle, dessen Position wichtig für die Art Bestimmung ist.
lg
Andreas
Re: Leptospora rubella?
Verfasst: Mo 14. Jul 2025, 20:45
von Bernhard
Hallo Andreas,
danke für deine Anmerkung. Gleich nach der Arbeit noch einmal nachgesehen und doch Septen gefunden! Ich habe mir 2-3 Sporen näher angesehen und zähle 7-13 Septen. Es aber gut sein, dass ich die eine oder andere beim Durchfokussieren übersehe bzw. diese noch nicht richtig ausgebildet sind. Bei manchen - vmtl. jungen Sporen - kann ich gar keine Septen beobachten.
Bei manchen Septen ist die Spore leicht eingeschnürt, aber eine signifikant verdickte Zelle sehe ich nicht.
Gruß,
Bernhard
Re: Leptospora rubella?
Verfasst: Mo 14. Jul 2025, 22:53
von Andreas
Hallo Bernhard,
ich trau mich da nichts zu sagen, da mir das Wissen und die Erfahrung fehlt.
Hab mal eine Arbeit von (Süd-) Ost- AsiatInnen gefunden.
Da ist ein Schlüssel für diese Gruppe.
https://drive.google.com/file/d/135bwKc ... sp=sharing
lg
andreas
Re: Leptospora rubella?
Verfasst: Di 15. Jul 2025, 21:26
von bwergen
Hallo,
das ist
Pseudoophiobolus mathieui.
Da sind die (sehr unscheinbaren) Verdickungen:
lg björn
Re: Leptospora rubella?
Verfasst: Mi 16. Jul 2025, 19:45
von Bernhard
Hallo Björn,
herzlichen Dank! Somit ist auch klar, wo ich falsch abgebogen bin.
Gruß,
Bernhard